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Road to Tokyo 2020: Yasmin Kwadwos Weg zu den Olympischen Spielen – Teil 2

Start in die Leichtathletik-Saison 2020: Daumen drücken für Yasmin Kwadwo

Start in die Leichtathletik-Saison 2020: Daumen drücken für Yasmin KwadwoIm zweiten Teil unserer Interviewreihe mit Yasmin Kwadwo erfahren Sie, welche Eindrücke Yasmin bei ihre ersten Olympischen Spiele 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro gesammelt hat.

Wer schon immer mal, wissen wollte, wie der Weg eines sportbegeisterten Kindes bis zur Olympia Athletin aussieht, ist hier genau richtig. In unserer 4-teiligen Story über Yasmin zeigen wir Ihnen, woher ihre Begeisterung für Leichtathletik kommt, wie sie ihre ersten und zweiten Olympischen Spiele erlebt hat, welchen Weg sie bis zu den Spielen in Tokyo noch zu gehen hat und wie sie gleichzeitig noch Studium und Beruf unter einen Hut bekommt.

Sie haben den ersten Teil von Yasmins Story verpasst? Kein Problem: Hier lesen Sie, wie Yasmin ihre Leichtathletikbegeisterung entdeckt hat.

 

Die ersten Olympischen Spiele 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro

Yasmin Kwadwo Olympia 2012 London

Yasmin Kwadwo bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele 2012 in London

2012 hast du zum ersten Mal an den Olympischen Spielen in London teilgenommen. Wie war diese Erfahrung für dich?

Der Qualifikationsmodus für Olympia ist einfach krass, die gesamte Saison ist dadurch extrem stressig. Ein Jahr zuvor, 2011, bin ich Deutschlands Schnellste gewesen und dadurch zum ersten Mal in eine Dimension gekommen, wo Olympia ein Thema war.

Ganz ehrlich: Als ich mit Leichtathletik angefangen bin, war ich keins von den Kindern, die damals schon gesagt haben, dass sie unbedingt Profisportlerin werden und zu Olympia fahren wollen. Das kam erst später mit den Erfolgen. Das habe ich erst realisiert, als ich im Jugendbereich bei den Europa- und Weltmeisterschaften war und später dann auch als Erwachsene.

Das Olympiajahr 2012 war von den Herausforderungen und dem Training noch intensiver. Dazu wird der Druck einfach größer, denn es ist natürlich eine einmalige Chance. Man weiß nicht, wann man das nächste Mal bei Olympia dabei sein kann. Als ich dann tatsächlich meinen Namen auf der Liste gesehen habe, wusste ich: Wahnsinn – ich fahre zu den Olympischen Spielen. Das war bis dahin total surreal gewesen.

Olympia ist ein Wettkampf, der für einen Leistungssportler das bestmögliche Ziel ist. Höher geht´s einfach gar nicht mehr. Wenn du es da hin geschafft hast, bist du einfach eine der besten Sportlerinnen, die das Land zu bieten hat.

 

Du hast dann so starke Leistungen gebracht, dass die Olympischen Spiele in London 2012 nicht deine letzten waren. Auch 2016 in Rio warst du wieder mit dabei. Was waren für dich die Unterschiede zwischen den beiden Spielen?

Yasmin Kwadwo Olympia 2016 Rio de Janeiro

Yasmin Kwadwo im Olympischen Dorf in Rio de Janeiro 2016

Jede Olympischen Spiele haben ihren eigenen Charakter. Für mich waren die Spiele in London die besten Spiele, weil das ganze Land einfach total begeistert davon war. Man kam am Flughafen an und hat sich gefühlt wie ein Rockstar. Das ganze Land war auf die Spiele eingestellt, alle waren super nett und jeder hat versucht, dass es dir so gut geht wie nur möglich. Natürlich war ich auch richtig froh, das erste Mal bei den Olympischen Spielen zu sein.

Vor dem zweiten Mal in Rio war es ein schwieriges Jahr für mich. Ich habe keine Hallensaison gemacht, weil wir uns komplett auf den Sommer vorbereiten wollten. Aber dann ist es so gewesen, dass nicht alles nach Plan lief. So sind meine Trainingspartnerin und ich in der Staffel erst auf den aller letzten Zug zu den Olympischen Spielen aufgesprungen.

Im ersten Moment war ich ein bisschen enttäuscht, denn ich wollte mich im Einzel für die 100 Meter und für die Staffel qualifizieren. Weil meine Zeiten bis dahin aber nicht wie ich erhofft waren, hat es dann „nur“ für die Staffel gereicht. Als ich vor Ort war, habe ich dann aber wieder realisiert, dass ich erneut bei den Olympischen Spielen dabei bin und wie gesagt: Besser geht es gar nicht.

Das Problem war, dass es zu dem Zeitpunkt in Brasilien viele politische Unruhen gab. Das Land war gar nicht auf Olympische Spiele eingestellt und man hat außerhalb des Dorfes einfach nicht diesen Olympischen Geist gespürt. Auch die Zuschauer an den Fernsehern haben das gemerkt glaube ich. Die Stadien waren nicht komplett voll und die Begeisterung wie vier Jahre vorher war nicht ganz da. Als Sportler haben wir aber 4 Jahre auf diesen Moment hingearbeitet und natürlich versucht, das Beste rauszuholen.

 

Im dritten Teil unserer Interviewreihe erfahren Sie mehr über die bevorstehenden Spiele in Tokyo.

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