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Vodafone will Unitymedia kaufen

Am vergangenen Mittwoch wurde das beschlossen, was schon seit geraumer Zeit unbestätigt im Raum stand: Vodafone will Unitymedia kaufen.

Unitymedia Verkauf für 18,4 Milliarden Euro

In Deutschland bietet Unitymedia seine Dienste in den Kabelnetzen der Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen an. Für alle anderen Bundesländer können die Kabelnetztarife von Unitymedia nicht genutzt werden, da Vodafone dort über das Kabelnetz verfügt. Nun haben beide Unternehmen am 09.05.2018 bekanntgegeben, dass die Vodafone Group mit der Liberty Global Tochter Unitymedia fusioniert, sodass es erstmals ein bundesweit einheitliches Kabelnetz gibt.

Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter sieht die Fusion der Kabelnetzbetreiber positiv: „Wir bauen 25 Millionen Gigabit-Anschlüsse für 50 Millionen Menschen bis 2022. Das ist gut für den Verbraucher. Gut für den Wettbewerb. Und gut für Deutschland.“

Bevor die Übernahme durch Vodafone wirklich durchgeführt werden kann, muss zunächst die die Monopolkommission eine Einschätzung abgeben. Die Entscheidung darüber, ob die Fusion in dem geplanten Rahmen stattfinden wird, muss wohl auf europäischer Ebene getroffen werden. Der Verkauf von Unitymedia an Vodafone umfasst nämlich auch die Kabelnetze in der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien. Eine Entscheidung über die Genehmigung wird für Mitte 2019 erwartet.

Monopol des Kabelnetzes oder mehr Wettbewerb beim Breitbandausbau?

Die geplante Übernahme schlägt große Wellen auf dem deutschen Festnetzmarkt: Die einen sehen vor allem die Gefahr zur Entstehung eines Monopols des Kabelnetzes und die anderen erwarten, dass es durch einen neuen starken Anbieter zu mehr Wettbewerb führt. Der Vorsitzende der Monopolkommission, Achim Wambach, sieht die Übernahme durchaus positiv: „Die Fusion von Unitymedia und Vodafone schafft einen großen neuen Spieler auf dem Breitbandmarkt, was den Wettbewerb dort beleben wird.“ Der TV-Übertragung über das Kabelnetz erkennt Wambach allerdings auch Probleme: „Es kommt jetzt darauf an, wie schwer für die zuständigen Wettbewerbsbehörden die Vorteile auf dem Breitbandmarkt gegenüber den möglichen Nachteilen auf dem Kabelmarkt wirken.“

Deutlich kritischer steht Telekom Chef Tim Höttges dem Zusammenschluss der Kabelnetzbetreiber gegenüber: „Hier entsteht ein Wettbewerber zur Telekom, so ein Gigant, der mit konvergenter Netztechnologie prahlt.“ Er führt weiter aus, dass er „diese Transaktion“ für „inakzeptabel“ und „wettbewerbsverzerrend“ halte.

Aus der Sicht von Vodafone seien die Vorwürfe eines möglichen Monopols nicht haltbar, da es keinen Kabelmarkt gebe, sondern mehr einen Breitbandmarkt. Dazu halte die die Telekom nach einer aktuellen Marktstudie 75 % aller Kabelanschlüsse, wobei Vodafone und Unitymedia zusammen grade mal auf 21 % kämen. Dem Vorwurf eine TV-Monopols kontern die Düsseldorfer damit, dass Satteliten-TV weiterhin am stärksten verbreitet sei und mit Streaming-Angeboten und IPTV weitere Alternativen für die Kunden hinzukommen.

Was bedeutet die Fusion für Ihre Kunden?

Bis die Wettbewerbsbehörden eine Entscheidung über das Zustandekommen der Übernahme von Unitymedia getroffen haben, bleiben die Folgen der Fusion rein spekulativ. Sicher ist hingegen, dass die insgesamt 7,2 Millionen Unitymedia Kunden die aktuellen Tarife und Services im Moment und auch im nächsten Jahr weiter nutzen können. Das wurde so in der Verkaufsvereinbarung festgehalten.

Deshalb können Sie Ihren Kunden auch weiterhin die Angebote von Unitymedia bedenkenlos anbieten: Aktuell gibt es z. B. den 2play FLY 400 zum Sparpreis von nur 29,99 €/Monat im ersten Jahr der Vertragslaufzeit. Ebenfalls interessant sind die neuen Mobilfunktarife, Vodafone Red XL mit unlimitiertem Datenvolumen und der Einsteiger-Tarif Vodafone Red XS, von denen Ihre Kunden ab dem 15.05.2018 profitieren.

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